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Neue Trends auf der Interzum Köln
Mit diesen Schwerpunkten überzeugt die Interzum seit fast 50 Jahren und lädt jedes zweite Jahr Aussteller und Besucher aus der ganzen Welt nach Köln ein. Auf der diesjährigen Interzum bestechen die Dekore durch eine Fülle an Auswahl. Der Trend geht stark in Richtung Dekore mit strukturähnlicher Oberfläche, florale Muster und Fantasiemotive. Auch die Vielfalt im Bereich der Holzfurniere nimmt immer mehr zu. Bislang unbeachtete Holzarten kommen in der Möbelindustrie mehr und mehr zum Einsatz und verstärken den Trend zum Individualismus.
Klassische Ornamente und Fantasiemotive
Dies sind zurzeit starke Themen, die im Zuge des Retro-Designs jeden Bereich der Innenraumgestaltung – Textil, Tapeten, Keramik und Möbelbau - inspirieren. Edle Blumenmuster schmücken nicht nur die Messestände selber, sondern finden sich auch in jeder Kollektion wieder. Auf den bisherigen Messen waren Blumenmuster auf Sofas, Kissen, Sesseln oder Vorhängen vertreten, auf der Interzum wurden sie für die Einsatzgebiete Möbel, Objekte und Shopdesign präsentiert. Feinsinnige Grafikstrukturen ebenso wie großformatige klassische Muster kommen hier zum Einsatz. Eine Verbindung aus eleganten Formen, hochwertigen Materialien und intensivem Farbspiel, typisch für Art-Deco, lässt sich mit Metall, Holz oder Stein noch zusätzlich edel gestalten und sorgt für Klarheit. Je nachdem auf welchem Material sie eingesetzt werden, erlauben sie einen glänzend-matten Kontrast.
Hölzer
Dunkler Nussbaum ist weiterhin das Trendholz und hat alle Bereiche der Möbelgestaltung erobert. Zu sehen gab es Nussbaum in unterschiedlichsten Ausführungen, wobei verstärkt ein Wechselspiel aus hellen, schmalen Splintanteilen und dunklem Kernholz mit auffallenden Kontrasten gezeigt wurde. Auch Französischer und Amerikanischer Nussbaum mit Blumen und vereinzelt Streifer in warmen Mitteltönen war zu sehen. In Kombination mit Unifarben Weiss, Creme oder aktuell mit Hochglanz-Schwarz wird er zu einem attraktiven Dekor. Das Thema Eiche wurde entweder als Streifer mit rustikalen Anteilen in natürlicher Farbe oder Schokobraun präsentiert, zur Veredelung auch mit Weißlasuren. Generell sind die Designs eher schlicht reduziert und orientieren sich weitgehend an den natürlichen Holzstrukturen. Obsthölzer und Kernhölzer – verstärktes Auftreten der Kernbuche - mit natürlichen, dezent rustikalen Oberflächen und markanten Strukturen werden mit einem leicht gedämpften Rotbraun oder Gelbgrün kombiniert. Obsthölzer erfahren derzeit einen kennzeichnenden Aufschwung, auch auf Grund dessen, weil sie Tradition implizieren und für hohe handwerkliche Wertigkeit stehen. Exotenhölzer wie Olive, Zwetschge oder Palisander und andere Exoten waren auch in großzügiger Quergestaltung zu sehen.
Uni und Steine
Auf Unifarben und Steindekore wurden nicht so viel Wert gelegt wie auf Hölzer und Ornamente (auch in Kombination mit so genannten "falschen Unis"). Nicht nur in der Mode, auch in der Innenarchitektur bleibt Weiß ohne Zweifel eine dominierende Farbe neben Hochglanz-Schwarz. Abwechslung entsteht durch unterschiedliche Strukturen, Muster und Materialien sowie Kombinationen mit Akzentfarben. Steindekore waren vereinzelt zu sehen. Mit dem Motiv "Kieselsteine" – ebenfalls wieder in Weiß gehalten - wurde offensichtlich in verschiedenen Bereichen gearbeitet, und vor allem die Natürlichkeit der Farben, die brillanten Kontraste und die dreidimensionale Tiefe des Designs zogen die Blicke auf sich.

