04.05.2022

Spatenstich für neue klimafreundliche Fernwärmeleitung für 10.000 Kärntner Haushalte mit Landeshauptmann Peter Kaiser

Mit einer neuen Fernwärmeleitung des Regionalwärmeverbunds Klagenfurt-Maria Saal wird vorhandene Restwärme aus Produktionsanlagen von Fundermax in St. Veit für 10.000 Haushalte nutzbar gemacht. Ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und Klimaneutralität in Kärnten.

Fundermax liefert seit mehr als 30 Jahren in Zusammenarbeit mit der Kelag klimafreundliche Fernwärme für tausende Haushalte in St. Veit. Dank einer neuen Fernwärmeleitung des Regionalwärmeverbunds Klagenfurt-Maria Saal können künftig bis zu 10.000 weitere Kärntner Haushalte klimafreundlich und sicher mit Wärme von Fundermax versorgt werden – aus im Betrieb anfallender Restwärme, ohne den Einsatz zusätzlicher Brennstoffe.

Heute erfolgte am Betriebsgelände von Fundermax der Spatenstich zum Bau der neuen Fernwärmeleitung. Mit einer Gesamtlänge von 15 Kilometern wird die Leitung von St. Veit aus den Industriepark St. Veit/Blintendorf erschließen und über Maria Saal bis nach Klagenfurt verlaufen. Die Bauzeit wird rund ein Jahr betragen. Umgesetzt wird das Projekt von Fundermax gemeinsam mit dem Regionalwärmeverbund Klagenfurt-Maria Saal: Fundermax stellt Restwärme aus seinem Betrieb zur Verfügung, der Regionalwärmeverbund baut die neue Leitung und bringt die Fernwärme zu den Abnehmern. Gemeinsam investieren die Partner mehr als 15 Millionen Euro in das zukunftsweisende Projekt.

Beim Spatenstich durften Fundermax und der Regionalwärmeverbund neben Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser Landesrätin Sara Schaar, Landesrat Martin Gruber u.a. auch die Bürgermeister Martin Kulmer (St. Veit), Franz Pfaller (Maria Saal) und die Geschäftsführerin der IV Kärnten Claudia Mischensky begrüßen.

Wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität

Für Kärnten ist umweltschonende Fernwärme ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Vor dem Hintergrund der dramatischen Preiserhöhungen im Energiebereich ist es umso wichtiger, dieses Projekt rasch umzusetzen, somit auch nachhaltig zur Energiewende in Kärnten beizutragen und die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren.

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser: „Das ist ein denkwürdiger Tag. Was wir in der Theorie geplant und angedacht haben, wird nun umgesetzt. Unser Bundesland hat im Energiebereich bereits eine führende Rolle in Europa, die wir ausweiten wollen. Wir konnten den Anteil der erneuerbaren Wärme von 55 Prozent auf 58,2 Prozent erhöhen. Die neue Fernwärmeleitung von Fundermax und dem Regionalwärmeverbund Klagenfurt-Maria Saal leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und zur Klimastrategie Kärntens.“

Gernot Schöbitz, Unternehmenssprecher und Geschäftsführer von Fundermax: „Fernwärme aus Industriebetrieben leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Klimaneutralität. Bei der Herstellung unserer Produkte fällt Restwärme an – viel mehr, als wir heute mit den bestehenden Leitungen zu Abnehmern in St. Veit bringen können. Diese vorhandene Energie machen wir nun gemeinsam mit dem Regionalwärmeverbund Klagenfurt-Maria Saal für tausende Haushalte in Kärnten nutzbar. Damit verbessern wir die umweltfreundliche Energieversorgung in der Region und unterstützen den notwendigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern.“

Nachhaltige Kreislaufwirtschaft wird weiter ausgebaut

Mit der neuen Fernwärmeleitung macht Fundermax einen wichtigen nächsten Schritt in seiner Nachhaltigkeitsstrategie, bei der die Kreislaufwirtschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit wertvollen Rohstoffen eine zentrale Rolle einnehmen. Die bei der Erzeugung von Strom und Wärme für die Produktionsanlagen entstehende Restwärme kann als Fernwärme für die nachhaltige Versorgung in der Region genutzt werden. So werden seit vielen Jahren in St. Veit in Zusammenarbeit mit der Kelag rund 4.000 Haushalte und im burgenländischen Neudörfl in Zusammenarbeit mit der Kelag und der EVN 5.000 Haushalte mit klimafreundlicher Fernwärme von Fundermax versorgt. Diese Haushalte benötigen dadurch keine fossilen Energieträger für das Heizen, die Abgase von Hausbrand-Einzelöfen entfallen und der CO2-Ausstoß wird reduziert. Das alles, durch das Nutzen der bei Fundermax zur Verfügung stehenden Restwärme, ohne den Einsatz zusätzlicher Brennstoffe.

Am Foto: v.l.n.r. Eduard Pleschutznig, Franz Pfaller; Martin Kulmer, Jakob Edler, LR Martin Gruber, Gernot Schöbitz, LH Dr. Peter Kaiser, LR Sara Schaar, Arnulf Penker, Johann Hafner