Gaseinsparung durch Einsatz einer regenerativen Nachverbrennungsanlage
AUSGANGSSITUATION
Zur geruchfreien Nachverbrennung der lösemittelhaltigen Prozessabluft waren am Standort Wiener Neudorf bis Ende 2007 zwei thermische Nachverbrennungsanlagen (TNVs) mit Gasfeuerung in Betrieb.
MASSNAHMEN
Die beiden TNVs wurden durch eine regenerative Nachverbrennungsanlage (RNV) ersetzt. Die Anlage basiert ebenfalls auf dem Prinzip der thermischen Nachverbrennung, jedoch mit sehr effizienter Wärmerückgewinnung. Im Betrieb durchströmt die heiße, oxydierte Abluft
eines der 5 Keramikbette, um die bei der Verbrennung frei werdende Wärme abzugeben. Die kalte Abluft durchströmt in die gegengesetzte Richtung ein anderes, vorher aufgeheiztes Bett, und wird dadurch selbst bis auf Verbrennungstemperatur aufgewärmt. Mit Hilfe dieser Technologie ist es möglich, nach dem Erreichen der Betriebstemperatur
ohne Gasbrenner zu arbeiten und sogar zusätzlich Wärme zur Warmwasserbereitung auszuspeisen.
WIRTSCHAFTLICHKEIT
Der Gasverbrauch betrug vorher mit den Thermischen Nachverbrennungsanlagen
3.739.000 Nm³ pro Jahr. Die Hochrechnung für den Gasverbrauch der regenerativen Nachverbrennungsanlage ergibt 680.000 Nm³ pro Jahr. Dadurch ergeben sich Einsparungen von ca. EUR 1,1 Mio. pro Jahr. Die Höhe der Investitionskosten betrug EUR 2,2 Mio.
Somit amortisiert sich die Anlage bereits nach 2 Jahren.
Brauchwassererwärmung durch Nutzung der Kompressorabwärme
AUSGANGSSITUATION
Die bei den Druckluft-Kompressoren entstehende Abwärme wird über Lüftungskanäle ins Freie geblasen.
MASSNAHMEN
Durch den Einbau von Wärmetauschern bei den Kompressoren kann Wärme in Form von Warmwasser mit 80°C zurückgewonnen werden. Dieses wird in das Heizungsnetz eingespeist.
WIRTSCHAFTLICHKEIT
Durch die Wärmerückgewinnung aus der Kompressorenkühlung können 246.000 kWh pro Jahr eingespart werden. Das entspricht einer Kosteneinsparung bei Erdgas in der Höhe von
EUR 8.875 pro Jahr. Die Investitionskosten betrugen EUR 20.000. Die Maßnahmen amortisieren sich nach 27 Monaten.